lebenslanges Lernen als Trainer

Jupp Heynckes ist zurück

Jupp Heynckes ist das vierte Mal Trainer des FC Bayern München.

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Heynckes Erfahrungen als Spieler beruhen auf einer Zeit, als mit Libero gespielt wurde und die Manndecker dem Stürmer „bis auf das Klo“ folgen mussten. Und auch als Heynckes ins Trainergeschäft einstieg, war der Fußball noch weit weg vom ballorientierten Verschieben und der Viererkette.

Als Heynckes 2004 bei Schalke 04 entlassen wurde, sagte der damalige Manager Rudi Assauer über ihn: „Er ist ein Trainer alter Schule und nicht mehr zeitgemäß – die Spieler sind nicht mehr wie in den 60er und 70er Jahren.“

Wie schafft es also ein Mann mit 72 Jahren, den komplexen Anforderungen des heutigen Trainergeschäftes gerecht zu werden?

Die Antwort ist relativ einfach: durch körperliche, geistige Fitness und durch lebenslanges Lernen!

Was bedeutet lebenslanges Lernen?

Doch was bedeutet eigentlich lebenslanges Lernen?

“Lebenslanges Lernen” ist eine Wortkombination, die wie kaum eine andere unsere Zukunft bestimmt. Im Grunde bedeutet Sie nichts anderes wie: Wir sind in einem ständigen Prozess des Lernens und Verbesserns gefangen. Egal ob im Beruf, Ehrenamt oder Hobby, nie wird der Punkt erreicht, an dem gesagt werden kann: “Ich kann alles”.[1]

Man muss also „mit der Zeit gehen“ und, was ebenfalls sehr wichtig ist: Erfahrungen sammeln.

Was bedeutet lebenslanges Lernen als Fußballtrainer?

Auch als Fußballtrainer musst Du mit der Zeit gehen! Du musst Dich regelmäßig hinterfragen und neue Entwicklungen und Impulse in Deine Arbeit einfließen lassen.

Gerade in den letzten Jahren ist der Fußball und alles um das Spiel herum sehr komplex geworden.

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Ständig gibt es neue Erkenntnisse im Bereich der Athletik, der Fitness, der Ernährung oder auch der Sportpsychologie.

Wenn Du Dich und Dein Team verbessern möchtest, lohnt es sich, über solche Themen nachzudenken und sich zu informieren. Ganz automatisch startest Du auf diese Weise einen Lernprozess.

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ – Laozi

Interessante Aspekte für den Leistungssport

Der Tagesspiegel veröffentlichte im November 2016 einen interessanten Artikel.[2]

Darin wurde versucht zu erklären, warum die Mehrzahl der Trainer der ersten Bundesliga vor ihrem dortigen Engagement Nachwuchsmannschaften trainierten.

Die Begründung ist so einfach wie genial: sie sammelten Erfahrung!

Sie erlernten das Führen einer Mannschaft im Spitzensport. Denn nichts anderes sind die Spieler einer A- oder B-Jugendmannschaft in den heutigen Nachwuchsleistungszentren: sie sind Spitzensportler.

„Es ist wichtig, dass sich Trainer auf einer Ebene ausprobieren können, wo der Druck vielleicht noch nicht so groß ist und sie noch nicht so sehr im medialen Fokus stehen“ André Schubert (ehemaliger Trainer vom SC Paderborn, FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach)

Lebenslanges Lernen auch für Nachwuchs- und Amateurtrainer

Natürlich gilt das Prinzip des lebenslangen Lernens nicht nur im professionellen Fußball.

Auch als Nachwuchstrainer eines kleinen Vereines solltest Du bemüht sein, Dich ständig weiter zu entwickeln!

Hierzu gibt es viele Möglichkeiten, zum Beispiel durch:

  • den regelmäßigen Austausch mit Trainerkollegen
  • den Erwerb von Trainer-Lizenzen
  • die Teilnahme an regelmäßigen Schulungen durch den lokalen Fußballverband des DFB
  • das Lesen von Fachliteratur

Quellen

[1] https://www.lern-online.net/blog/2012/10/29/was-bedeutet-lebenslanges-lernen/, Abruf: 27.10.2017

[2] http://www.tagesspiegel.de/sport/lehrer-trainer-kumpel-wie-sich-der-beruf-des-fussballtrainers-gewandelt-hat/14756946.html, Abruf: 27.10.2017